Chronik

Im Jahre 1885 versammelten sich folgende Bürger Ulms mit dem Ziel der Gründung eines Karnevalvereines: Emil Herbst, Anton Laumayer, Heinrich Bayer, Ludwig Gaspar, Karl Roschmann, Arnold Salamon und einige mehr.

Im Jahre 1902 kam es dann zur Gründung einer weiteren Gesellschaft durch Adolf Rössel. Sie trug den Namen, Gesellschaft der Elfen'.

Das Jahr 1905 kann man als das eigentliche Gründungsjahr der „Großen Karnevalsgesellschaft" bezeichnen, da zu jenem Zeitpunkt der Zusammenschluss beider Gesellschaften zur „Großen Karnevalsgesellschaft Ulm/Neu-Ulm e.V" erfolgte. Zum ersten Präsident wählte man Adolf Rössel.

Dem ersten Präsidium gehörten an:
1. Präsident: Adolf Rössel; 2. Präsident: Heinrich Mittelberger; Kassier: Herr Blasig; Häsrat: Albert Schweitzer (erster Autobesitzer Ulms); Büttenredner: Gustav Kahle; Sänger: Kurt Lätsch, Albert Hörsch, sowie Herr Roschmann, Herr Blind und Herr Schleicher.

Die Gesellschaft nahm einen lebhaften Aufschwung und wurde zu einem renommierten Verein. 1911 wählte man den ersten Prinzen –
Prinz Willi I., mit bürgerlichen Namen: Willi Albrecht.

Bei einer Zusammenkunft im Reichsbahnhotel 1911 kamen die Karnevalisten mit Graf Zeppelin ins Gespräch und erfuhren vom Missgeschick des Absturzes und der Verbrennung des Luftschiffs. Spontan beschloss man eine Sammlung und überreichte diesen Betrag dem Erbauer Graf Zeppelin. Als Dank wurde die Gesellschaft zu einer Fahrt mit dem Luftschiff „Deutschland" über den
Bodensee eingeladen, welche am 2. April 1911 stattfand. Dies war der Anlass zur Ausgabe des Zeppelin-Ordens. Die genannten Präsidiumsmitglieder leiteten den Verein mit geringfügigen Änderungen bis zum Jahre 1921.

In den Jahren 1927 bis 1938 führte die Gesellschaft der 1. Präsident Friedrich Schäfer, ein Architekt aus Neu-Ulm. 1928 verstarb der erste Präsident Adolf Rössel. Im Jahre 1938 wurde die „GKGU/NU" aufgelöst.

Nach dem 2. Weltkrieg fanden sich dann im Jahre 1949 einige alte Karnevalisten zusammen und begannen mit dem Wiederaufbau der Gesellschaft. 1. Präsidenten waren: 1949 Karl Hermann, 1950–52 Jacob Rossmann; 1953 Ottmar Schmidt; 1954–55 Willi Litges; 1956 Wilhlem Klöpfer; 1957 Franz Dannecker; 1958–61 Helmut Mohr; 1962 Helmut Mohr, Willi Klöpfer, Hannes Scheck; 1963–68 Werner Thomas; 1969 Kurt Wiedenmann; 1970 Erwin Ast und Kurt Wiedenmann; 1971–80 Joe Malischewski; 1980 Günther Hermes; 1981 Manfred Uhlig; 1983 Gert Pelczer; 1984–87 Hans Buntz; 1988 Willi Schnitzer, abgelöst durch den geschäftsführenden Vize Siegfried Kronmüller; 1989–93 Siegfried Kronmüller; 1994–95 die erste Präsidentin Monika Pätschke; 1995–97 Siegfried Kronmüller; 1998–01 Benno Saiger; 2001–03 Vize-Präsidentin Karneval Gabriele Pollinger, Vize-Präsident Brauchtum Thomas Mack, Schatzmeister Dieter Randt; seit 2003 Präsidentin Gabriele Pollinger.

1965 kam unter der Leitung von Thomas Werner mit seinem Vize Kurt Wiedenmann eine Maskengruppe dazu, wodurch die Gesellschaft einen schwäbisch-alemannischen Charakter hinzubekam. Inzwischen ist diese Maskengruppe „Ulmer Donauhexen" mit den  Symbolfiguren „Danubius", „Schöne Lau" und „Hooka-Ma" eine anerkannte Brauchtumsgruppe des Landesverbandes Württembergischer Karnevalsvereine bzw. anerkannte Symbolfiguren dieses Vereines.

Unter Joe Malischewski wurde die Gesellschaft nach
Toronto (Kanada) eingeladen und errang mit der Prinzengarde, trainiert von der unvergessenen Christa Grundert, eine Meisterschaft nach der anderen. Seit 1979 begeht die Maskengruppe den „rußigen Freitag" mit dem Hemdglonkerumzug, welcher heute bereits ein fester Bestandteil der Ulmer Fastnacht ist.

Seit 1972 besteht in unserem Raum die Verbindung der „Sieben Schwaben"', welche inzwischen auf neun erweitert wurde. Ihr gehören an: Lachatrapper Dornstadt, CCI Senden, Kuhberggilde, UECV Storchanescht Unterelchingen, Greane Krapfa Oberelchingen, Pfuhler Seejockel, Leipheimer Haufen, Büttelzunft Nersingen und die Große Karnevalsgesellschaft Ulm/Neu-Ulm.

Im Jahr 1983 gründete Peter Scheck die Clownsgruppe, die hauptsächlich für die Organisation und Ausführung der Kinderbälle und Kinderfeste verantwortlich ist.

1988 wurde Willi Schnitzer Präsident sowie Gundolf Fritz und Siegfried Kronmüller Vizepräsidenten. Nach kurzer Zeit kam es zum Eklat, wodurch Willi Schnitzer dann zurücktreten musste.  Dieser Rücktritt jedoch kam zu spät, sodass eine Spaltung des Vereins nicht mehr zu verhindern war. Gemeinsam mit Uschi Grotke und Sepp Haber kämpfte Siegfried Kronmüller um die Erhaltung der Gesellschaft als geschäftsführender Präsident. 1989 wurde Siegfried Kronmüller Präsident. Sein Präsidium setzte sich wie folgt zusammen: Präsident Siegfried Kronmüller, Vize-Präsident Karneval Gregor Heinrich, Vize-Präsident Brauchtum Ulrich Klein.

Als Mitglied des Regionalverbandes „Bayrisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine e.V." nahm unsere Prinzengarde 1991 bei BSF Tanzturnier teil und konnte bei den Senioren den 3. Platz erringen. Karen Mazur erreichte als Tanzmariechen Senioren den 1. Platz und verteidigte diesen Titel auch 1992 erfolgreich. Die Juniorengarde konnte 1992 hier den 1. Platz belegen.

Unsere Maskengruppe, Ulmer Donauhexen' führten unter der Leitung ihres Vize-Präsidenten 1992 den 1. Brauchtumsabend im Kornhaus durch. Dies war ein voller Erfolg und wurde im Januar 1993 mit dem gleichen Erfolg wiederholt.

1994 gab es einen Führungswechsel im Vorstand. Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins übernahm eine Frau das Präsidium. Monika Pätschke zusammen mit Peter Passer als Vize-Präsident Brauchtum sowie Heinrich Allinger als Vize-Präsident Karneval. Bald schied Heinrich Allinger aus und das Präsidium bat Siegfried Kronmüller den Posten des Vize-Präsidenten Karneval kommissarisch zu übernehmen, was er auch tat. Das neue Präsidium brach mit vielen althergebrachten Strukturen und versuchte, dem Verein in verschiedenen Richtungen ein neues Bild zu geben. Natürlich mussten Schwierkeiten in Kauf genommen werden, aber durch viel Mut, großes Engagement von Präsidium und den Vereinsmitgliedern wurde das gesteckte Ziel erreicht.

Nach zwei Jahren als Präsidentin musste Monika Pätschke leider ihr Amt aus privaten Gründen aufgeben. Auch unser Vize-Präsident Brauchtum, Peter Passer, gab sein Amt ab, da er auf sportlichem Sektor andere Aufgaben übernahm.

Die Nachfolge traten Siegfried Kronmüller, Benno Saiger und Gabriele Pollinger an.

Unter Mithilfe vieler Mitglieder haben wir wieder eine erfolgreiche Kampagne 95/96 durchgeführt. Ebenso verlief die Saison 97/98 erfolgreich. Es hat sich gezeigt, dass ein gutes Miteinander zu den gesteckten Zielen führt.

1998 wurde ein neues Präsidium gewählt: Präsident wurde Benno Saiger, Vize-Präsident Karneval Hans Schey. Leider mussten wir von unserem langjährigen Präsident und Ehrenpräsident Siegfried KronmüllerAbschied nehmen. Er verstarb im März 1998. Wie in den Jahren zuvor, können wir über die Saison 98/99 nur positiv berichten. Es war eine schöne, erfolgreiche, allerdings recht kurze Kampagne. Über die Saison 1999/2000 gibt es folgendes zu berichten. All' unsere Veranstaltungen waren ein toller Erfolg. Beispielsweise war der „Showball" ein super Ereignis. Vor voll besetzter
Halle und zusammen mit sieben Gastvereinen wurde das Programm aus Show, Tanz, Büttenreden u.v.m. zusammengestellt, das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde.

Bei der Jahreshauptversammlung wurden die bereits im Präsidium tätigen Mitglieder, Benno Saiger, Präsident, Hans Schey, Vize-Präsident Karneval, Dieter Randt, Schatzmeister und Gabriele Pollinger, Schriftführerin, im Amt bestätigt. Neu dazu gewählt wurde Thomas Mack als Vize-Präsident Brauchtum.

Das Jahr 2000/01 war eine rundherum gute und erfolgreiche Kampagne. Im Mai 2001 wurde das Präsidium etwas umformiert. Benno Saiger, Thomas Mack und Dieter Randt wurden im Amt bestätigt. Gabi Pollinger rückte, für den aus privaten Gründen ausscheidenden Vize-Präsidenten Karneval Hans Schey nach und Dagmar Saiger übernahm das Amt der Schriftführerin. Aus persönlichen Gründen traten Dagmar und Benno Saiger im Sommer von ihren Ämtern zurück. Die Saison 2001/02 wurde von den drei anderen Präsidiumsmitgliedern durchgeführt.

Zur Saison 2001/02 ist zu vermelden, dass alle Veranstaltungen sehr harmonisch und erfolgreich verlaufen sind. Schön ist auch, dass die „Ulmer Donauhexen" ihren Zunftball wieder aufleben liessen, ebenso die Clowns das Kinderfest in Sinningen während der Sommerferien wieder durchführten. – Bei der Jahreshauptversammlung im Frühjahr wurde das Präsidium bestätigt.

Die Kampagne 2002/03 hat wieder gezeigt, dass mit einer guten Harmonie im Verein vieles bewegt werden kann. Zum ersten Mal wurde das Ordenskapitel mit der Inthronisation zusammengelegt. Wiederum wurde von den „Ulmer Donauhexen" der Zunftball erfolgreich veranstaltet, ebenso haben die Clowns in Sinningen ihr Kinderfest im Sommer sowie natürlich die Kinderveranstaltungen während der Kampagne durchgeführt. Zum 3. Mal haben alle unsere Gardemädchen ein tolles Trainingslager in
Ulm absolviert und sich hier zusätzlich zu den normalen Trainingszeiten das nötige Rüstzeug geholt, dabei kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz. Unser Showball, ebenso wie all' die anderen Veranstaltungen haben sich wieder sehr bewährt und konnten erfreulich erfolgreich durchgeführt werden.

Im Mai 2003 standen Neuwahlen an. Folgendes Präsidium kann genannt werden: Gabriele Pollinger, Präsidentin; Thomas Mack, Vize-Präsident Brauchtum; Roland Freudenreich, Vize-Präsident Karneval; Dieter Randt, Schatzmeister; Christine Diebold, Schriftführerin. – Mit der Unterstützung unserer Mitglieder will das endlich wieder 5-köpfige Präsidium in die nächste Kampagne starten und auf das Jubiläumsjahr 2005 hinarbeiten.

Rückblickend auf die Saison 2003/04 können wir zufrieden sein. Highlights waren wiederum unsere eigenen Veranstaltungen wie der Inthro-Ball, der Showball, Hemdglonker und natürlich der Kehraus, den seit einigen Jahren Thomas Mack und Ramona Pollinger moderieren und immer wieder, sei es einmal durch eine „Oskar-Verleihung", oder als „Engelchen und Teufelchen" oder ein „Wissensquiz mit vereinsinternen Fragen" dem Publikum Freude bereiten. – Unsere „großen"' Gardemädels, die „Blauen Funken" haben beim BSF-Tanzturnier teilgenommen und einen super 2. Platz errungen. – Wir haben zum ersten Mal eine Kinderprunksitzung durchgeführt, die uns gezeigt hat, dass dies eine prima Sache ist, die wir im Auge behalten wollen. – Auch haben wir – und dies zum zweiten Mal – anstatt Geschenke zu verteilen, einen anderen Modus gefunden. Wir übergeben – sei es bei Eigenveranstaltungen oder aber bei Gastbesuchen – einen „Vereinsscheck" weiter, auf dem wir hinweisen, dass der Gegenwert einem bestimmten guten Zweck zugute kommt. – Zum ersten Mal waren wir am „Schwörmontags-Wochenende" mit einem Stand auf dem Neu-Ulmer Schwal vertreten. Es machte viel Arbeit, aber noch mehr Freude und letztendlich war es für uns schön, sich auch ausserhalb der Faschings-/Fastnachtszeit zu treffen.

100 Jahre GKGU/NU - ein Grund zum feiern! Trotz der sehr kurzen Faschings-/Fasnachtszeit haben wir dieses besondere Jubiläum gebührend hochleben lassen. Schon beim Inthronisationsball wurde mit einem wunderschönen Bühnenbild darauf hingewiesen und mit einem Jubiläumsorden sollte diese Kampagne 2005 einen heraushebenden Stellenwert haben. Weiter ging's mit einem Jubiläumsshowball, bei dem wir viele ehemalige Prinzenpaare, Donauprinzessinnen und Ehrengäste aller Couleur bei uns begrüssen durften. Speziell für diesen Abend wurde ein kleines Theaterstück einstudiert, das die Geschichte der GKGU/NU in verschiedenen Zeitabschnitten zeigte. Es war ein farbenfrohes Bild, weil über die Jahre hinweg die verschiedensten Kostüme, Häs, Ornate aktuell waren. Auch wurde Anlehnung an die Zeitgeschichte genommen und immer wieder das eine oder andere Highlight mit angemerkt. Unsere 'älteren' Gäste schmunzelten oft, da sie ihr Häs oder Ornat wieder erkannten, oder aber weil Musik, Mode oder Zeitgeschehen einfach an eine aktive und vielleicht besondere Zeit erinnerte. Selbstverständlich waren wir in diesem Jubeljahr viel unterwegs, sei es bei Prunksitzungen, Kinderveranstaltungen, Brauchtumsabende, Umzüge etc., aber natürlich war es uns wieder ein grosses Anliegen, Freude und Spass in Altenheimen, Seniorenstifte, Krankenhäuser zu bringen.Wieder konnten wir im Zuge 'Spenden - statt Schenken' einer wichtigen Einrichtung in Ulm und Umgebung einem Obolus weitergeben. Die Stadtranderholung 'Waldheim Ruhetal' wurde diesmal unterstützt.

Ausserhalb der Faschingszeit wurde auch dieses Jahr wieder beim Nabada mitgemacht. Ausserdem hatten wir einen Stand am Schwörwochenende auf dem Schwal in Neu-Ulm. Des Weiteren haben wir eine Freizeit durchgeführt, waren beim Zelten, Schindludercup und es wurde erneut hart gearbeitet in einem gemeinsamen Trainingslager mit Gerlingen. Bei der Jahreshauptversammlung wurde Conni Maier-Kreutz zur Vize-Präsidentin gewählt. Leider mussten wir uns auch von zwei lieben Mitgliedern für immer verabschieden, Unsere
erste Präsidentin, Monika Paetschke-Zieher verstarb im November 2004 und im Juli 2005 haben wir von unserem langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten, Joe Malischewski, Abschied nehmen müssen.

Rückblickend auf die Saison 2005/06 freuten wir uns, dass unser Prinzenpaar dieses Mal ausnahmsweise einen Hofstaat hatten. Denn leider fiel unfallbedingt unsere Prinzessin ab Januar fast ganz aus und unser Prinz, ebenfalls schwer gehandicapt, brauchte die Unterstützung
seines Hofstaates. Ein Highlight war das fetzige „Hexafescht", das wieder ein Bestandteil unserer eigenen Veranstaltungen sein wird. Unisono können wir sagen, es war eine tolle, harmonische Kampagne 2005/2006 mit vielen schönen eigenen und auswärtigen Terminen.

Mit dem Prinzenpaar Eva I. und
Dieter I. eröffneten wir die Kampagne 2006/2007. Beim Rathausempfang, dem Inthro-Ball, unserem Faschingsball ‚Faschingszauber', und auch dem Kehraus präsentierten die Beiden sich charmant, wie natürlich auch bei allen besuchten Veranstaltungen bei befreundeten Vereinen und Einrichtungen, sei es auf Umzügen, bei Prunksitzungen, Faschingsbällen, Senioren- und Kinderver-anstaltungen.

Natürlich dürfen wir unsere Brauchtumsgruppe ‚Ulmer Donauhexen' nicht unerwähnt lassen - Mit dem ‚Hexafescht' sowie dem ‚Hemdglonkerumzug mit Proklamation' haben sie wieder in der Ulmer Fasnet Höhepunkte gesetzt.

Auch wurde wieder auf dem Schwal beim Feiern rund um den Schwörmontag mitgemacht. Der tolle Stand mit einem super Essensangebot, der Idee, Kinder (aber auch Erwachsene) zu schminken, war ein prima Erfolg. Auch eine kleine Tombola wurde veranstaltet. Nicht zu vergessen, das Themenboot, mit dem die GKGU/NU beim Nabada teilgenommen hat.

Bei der Jahreshauptversammlung im Frühjahr wurden bis auf den ausscheidenden Schatzmeister Dieter Randt alle im Amt bestätigt. Yvonne Stanka wurde zur neuen Schatzmeisterin gewählt.